Auf eine Shisha-Bar im Berliner Stadtteil Wedding ist am Sonntagmorgen geschossen worden. Die Polizei wurde nach eigenen Angaben gegen 9.15 Uhr zu dem Lokal an der Barfusstraße gerufen. Die alarmierten Beamte stellten mehrere Einschusslöcher in der Fensterscheibe fest.
Die Shisha-Bar habe zum Zeitpunkt des Angriffs noch geöffnet gehabt. Ob die Schüsse gezielt auf einen Gast abgegeben wurden, ist bislang unklar. Der unbekannte Täter flüchtete. Kriminalisten sicherten am Tatort Spuren. Zu den Hintergründen der Tat ist bislang nichts bekannt.
Gibt es einen Zusammenhang zu ähnlichen Taten?
Die Ermittler prüfen, ob ein Zusammenhang zu ähnlichen Vorfällen in den vergangenen Wochen besteht. Nach einer Zunahme von Schussabgaben auf Geschäfte und Lokale im Herbst 2025 hatte die Polizei ihre Maßnahmen verstärkt und die sogenannte Besondere Aufbauorganisation „Ferrum“ (deutsch: Eisen) eingerichtet. Diese Einheit hat auch die Ermittlungen in dem aktuellen Fall übernommen.
Nach den Schießereien im kriminellen Milieu hatte die Polizei in den vergangenen Monaten immer wieder mit deutlichen Worten vor Schutzgelderpressungen gewarnt. Nach aktuellen Ermittlungen sei klar, dass besonders Geschäftsleute sowie Kneipen- und Restaurantbesitzer betroffen seien von gewalttätigen Gruppen, die mit Hilfe von Drohungen Geld fordern würden, hieß es im November.
Der Sprecher der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin, Benjamin Jendro, zeigte sich zuversichtlich, dass die „Hintergründe und möglichen Zusammenhänge dieser Wahnsinnstat zu anderen Angriffen mit Schusswaffen in den vergangenen Wochen“ aufgeklärt werden können. Er fügte an: „Dass auf Berlins Straßen geschossen wird, ist leider keine Besonderheit mehr. Wer am Wochenende auf eine belebte Bar feuert, nimmt billigend in Kauf, dass Menschen verletzt oder gar getötet werden.“

