Öl-Transport

Bericht: G7-Staaten beraten über gemeinsame Freigabe von Notfall-Ölreserven

Der Iran-Krieg beeinträchtigt den weltweiten Öl-Transport und sorgt für steigende Preise. Die G7-Staaten erwägen einem Bericht zufolge gemeinsame Maßnahmen.

Flaggen der G7-Staaten während eines Treffens der digitalen Finanzbranche in Paris
Flaggen der G7-Staaten während eines Treffens der digitalen Finanzbranche in ParisVernier Jean-Bernard/JBV News/ABACA/imago

Die Finanzminister der G7-Staaten werden am Montag in Abstimmung mit der Internationalen Energieagentur (IEA) über eine gemeinsame Freigabe von Öl aus Notfallreserven beraten, wie die Financial Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet. Drei G7-Staaten, darunter die USA, haben demnach bisher ihre Unterstützung signalisiert.

Die Ölpreise sind am Montag einem Reuters-Bericht zufolge um mehr als 25 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte 2022 angestiegen. Der Krieg zwischen Israel, den USA und dem Iran hat zu einer weitgehenden Blockade der Straße von Hormus geführt, einer wichtigen Route für den Öltransport. Einige große Ölproduzenten haben ihre Produktion mittlerweile gedrosselt.

IEA: „Alle Optionen werden geprüft“

Die geplanten G7-Gespräche zeigen laut Bloomberg, wie schnell sich die Ereignisse im Nahen Osten mit Folgen für die globalen Märkte entwickeln. Noch am Freitag hatte Fatih Birol, Exekutivdirektor der IEA, demnach erklärt, dass die Organisation noch keinen Bedarf für gemeinsame Notfallmaßnahmen sehe.

„Alle Optionen werden geprüft, aber es gibt derzeit keine Pläne für eine kollektive Aktion“, sagte er zu diesem Zeitpunkt Bloomberg zufolge. Es gebe „genügend Öl auf dem Markt“. Mögliche Freigaben strategischer Ölreserven werden dem Bericht zufolge in der Regel von der Internationalen Energieagentur koordiniert.

Trump: Ölpreise werden „rapide sinken“

Die in Paris ansässige Organisation zählt über 30 Mitgliedsländer sowie mehrere sogenannte Assoziationsländer. Mitglieder sind „verpflichtet, Ölvorräte in Höhe von mindestens 90 Tagen der Nettoimporte vorzuhalten und gemeinsam auf gravierende Versorgungsengpässe auf dem globalen Ölmarkt reagieren zu können“, heißt es auf der Website der IEA.

US-Präsident Donald Trump steht laut Bloomberg unter massivem Druck, den Ölpreisanstieg einzudämmen. Jedoch habe Washington bisher gezögert, auf Ölreserven zurückzugreifen. Am Sonntag erklärte Trump in seinem Onlinenetzwerk Truth Social, die Ölpreise würden „nach der Beseitigung der iranischen Atomgefahr rapide sinken“ und sprach von einem „sehr geringen Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“.