Landtagswahl

FDP-Chef und Bundesvorstand treten zurück – Dürr will im Mai zur Neuwahl antreten

Die FDP ist bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz an der 5-Prozent-Hürde gescheitert. Der Parteivorstand kündigt nun eine Neuaufstellung an.

Aus als Parteichef: Christian Dürr tritt nach dem Wahldebakel der FDP in Rheinland-Pfalz zurück.
Aus als Parteichef: Christian Dürr tritt nach dem Wahldebakel der FDP in Rheinland-Pfalz zurück.Marten Ronneburg/Imago

Der FDP-Chef Christian Dürr hat nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz seinen Rücktritt angekündigt. Im Mai dieses Jahres soll die Spitze der Partei komplett neu aufgestellt werden und auch Dürr will dann erneut für den Posten des Parteichefs kandidieren. Er hatte im Mai 2025 den Parteivorsitz von Christian Lindner übernommen.

„Ich denke nicht daran aufzugeben“, sagte Dürr am Montagnachmittag nach Beratungen des Partei-Präsidiums. Es gehe darum, sich eine „neue Legitimation“ für den Kurs der Erneuerung der Partei geben zu lassen. „Ich habe eine klare Vorstellung vom Kurs der Freien Demokraten“, sagte Dürr . „Diesen Kurs werde ich in Verbindung mit meiner Person auch auf dem Bundesparteitag zur Wahl stellen.“

Damit zieht die FDP-Führung Konsequenzen aus den zuletzt schwachen politischen Ergebnissen. Bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz am Sonntag kamen die Freien Demokraten lediglich auf 2,1 Prozent der Wählerstimmen und flogen somit aus dem Landesparlament. Zuvor waren sie am 8. März auch schon bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert.

Den klaren Abwärtstrend der FDP seit dem Ampel-Aus soll nun eine neue Parteiführung stoppen. Für diese Aufgabe hat sich am Montag laut einem Bericht des Spiegel die Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann angeboten, die zum FDP-Präsidium gehört und im Europäischen Parlament sitzt. Demnach will die 68-Jährige in einer Doppelspitze antreten, mit wem ist allerdings noch nicht bekannt.