Rede in München

Außenminister Wang Yi: Die EU und China sind „keine systemischen Rivalen“

Der chinesische Außenminister fordert eine „Revitalisierung des UN-Systems“. Zudem äußert er sich über die Beziehung Chinas zu der EU und den USA.

Chinas Außenminister Wang Yi während seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz
Chinas Außenminister Wang Yi während seiner Rede bei der Münchner SicherheitskonferenzAlexandra Beier/AFP

Der chinesische Außenminister Wang Yi hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz eine „Revitalisierung des UN-Systems“ gefordert. Die Vereinten Nationen seien zwar „nicht perfekt in ihrer jetzigen Form“, blieben aber die „universellste und maßgebendste“ internationale Organisation, erklärte er während seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Ohne sie würde die Welt zu einem Zustand zurückkehren, in dem die Starken die Schwachen unterdrückten.

Wang Yi kritisierte einem Guardian-Bericht zufolge „bestimmte Länder“, die aus seiner Sicht Differenzen verstärken und eine „Kalte-Kriegs-Mentalität“ wiederbeleben würden. Konkrete Staaten nannte er nicht. „Machtmonopole einiger weniger Länder sind schlicht unbeliebt“, betonte er und forderte „echten Multilateralismus“ in einer multipolaren Welt.

Berliner Zeitung

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