Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich öffentlich dafür ausgesprochen, eine gesellschaftliche Debatte über die Wiederinbetriebnahme der zuletzt stillgelegten Atomkraftwerke in Deutschland zu führen. Der Koalitionspartner SPD wies den Vorstoß umgehend zurück.
Gegenüber der Rheinischen Post erklärte Spahn, es müsse geprüft werden, ob die abgeschalteten Reaktoren wieder ans Netz gebracht werden könnten. Er verwies dabei auf Studien, die die Kosten einer Reaktivierung auf neun bis zehn Milliarden Euro beziffern. Im internationalen Vergleich sei das deutlich günstiger: Andere Staaten investierten „30, 40, 50 Milliarden Euro“, um ein einzelnes neues Kernkraftwerk zu errichten. „Wir könnten mit deutlich weniger unsere gerade abgeschalteten Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen. Eine Diskussion ist es in jedem Fall wert“, sagte der CDU-Politiker.
SPD sieht keinen Raum für erneute Atomdebatte


