Die Gäste der ARD-Sendung „Maischberger“ haben am Dienstagabend über die imfolge des Iran-Kriegs stark angestiegenen Spritpreise diskutiert. Zu Gast waren dabei unter anderem Claus Ruhe Madsen (CDU), Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Herbert Diess, Aufsichtsratsvorsitzender von Infineon sowie die Militärexpertin Claudia Major.
Während Michael Bröcker, Chefredakteur von Table.Media, staatliches Eingreifen angesichts eines „exogenen Schocks für die deutsche Wirtschaft“ für notwendig hielt, warnte Madsen vor einer Spritpreisbremse. Diese sei „extrem gefährlich“, so Madsen.
Maischberger: Diskussion über Spritpreisbremse
„Allein die Diskussion führt doch zu einer künstlichen Preisfindung, wenn Ölkonzerne darauf reagierten“. Auch Diess lehnte staatliche Preiseingriffe ab und verwies auf Elektromobilität und eigene Energieversorgung als langfristige Alternativen.
Die Forderung nach einer Spritpreisbremse sei „extrem gefährlich“, so @ClausRuhe Madsen (@CDU). „Allein die Diskussion führt doch zu einer künstlichen Preisfindung“, wenn größere Ölkonzerne diese Debatte hören würden.#maischberger pic.twitter.com/tX56zxpFEL
— Maischberger (@maischberger) March 17, 2026
Literaturkritiker Denis Scheck, der ebenfalls zu Gast war, mahnte, sich „von dem Kinderglauben freizumachen, dass die Bundesregierung für alles verantwortlich ist“.
In Fragen der Energiepolitik waren die Gäste sich weitestgehend einig. Diess hält eine Renaissance der Atomkraft für unrealistisch – sie sei „zu teuer“ und verliere global an Relevanz. Scheck begrüßte den vollzogenen Atomausstieg ausdrücklich.
Zur europäischen Handelspolitik äußerte sich Diess kritisch: Europa habe im Umgang mit den USA „schlecht verhandelt“ und seine eigene Marktmacht mit 450 Millionen Verbrauchern strategisch unterschätzt. Madsen sah in der aktuellen Lage einen Weckruf und forderte mit der an Trump angelehnten Maxime „Make Europe great again“ ein stärkeres europäisches Zusammenrücken.


