Wirtschaft

Aktuelle Daten: Zahl der Arbeitslosen in Ostdeutschland gestiegen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland verharrt bei über drei Millionen. Die Arbeitslosigkeit im Osten steigt an. Aber es gibt auch hier Regionen und Branchen die zulegen.

Die Anzahl der Arbeitslosen verharrt weiterhin über drei Millionen.
Die Anzahl der Arbeitslosen verharrt weiterhin über drei Millionen.Bernd Weißbrod / dpa

Der deutsche Arbeitsmarkt kommt nicht in Schwung. Die erhoffte Frühjahrsbelebung, die üblicherweise mit steigenden Temperaturen und saisonaler Nachfrage einsetzt, fällt in diesem Jahr weitgehend aus. Die Zahl der Arbeitslosen liegt nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit weiterhin oberhalb der Marke von drei Millionen. Auch bei den Erwerbstätigen zeigt sich bestenfalls eine Stagnation, teilweise sogar ein leichter Rückgang.

Insgesamt stabilisiert sich die Arbeitslosigkeit bei 3,07 Millionen Arbeitslosen. Das sind etwas über 80.000 mehr als letztes Jahr. Eine ähnliche Tendenz zeigt sich bei den Erwerbstätigen. Diese stagnieren bei 45,5 Millionen Menschen weiterhin auf Rekordniveau. Aber die Anzahl sinkt leicht. 2026 waren geschätzt 90.000 Personen mehr in Beschäftigung.

Ostdeutschland mit gegenläufigen Entwicklungen

Insbesondere in den ostdeutschen Bundesländern ergibt sich ein gemischtes Bild. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnet einen leichten Rückgang. Aber in Berlin, Brandenburg und Sachsen steigt die Zahl der Arbeitslosen jeweils um mehr als fünf Prozent zum letzten Jahr deutlich an.

In Berlin und Sachsen ging der Anstieg der Arbeitslosen auch mit einem leichten Rückgang der Beschäftigten einher. Damit haben diese beiden Bundesländer die schlechteste Entwicklung am Arbeitsmarkt. Brandenburg bewegt sich eher im Mittelfeld.

Branchentrends zeigen strukturellen Wandel

Auf Branchenebene zeichnet sich ein klarer Strukturwandel ab. Im Handel, in der Zeitarbeit und im Verarbeitenden Gewerbe werden Stellen abgebaut. Demgegenüber verzeichnen die Pflege, das Sozialwesen, das Gesundheitswesen sowie die Öffentliche Verwaltung Beschäftigungszuwächse. Diese Verschiebung spiegelt den anhaltenden Fachkräftebedarf in systemrelevanten Bereichen wider, während konjunkturabhängige Sektoren unter der wirtschaftlichen Schwächephase leiden. (mit dpa)