Arbeitsmarkt Dezember 2025

Arbeitslosigkeit: Rückgang in Berlin, Anstieg in Brandenburg und bundesweit

Während die Zahl der Arbeitslosen in Berlin im Dezember 2025 leicht abnahm, stieg sie in Brandenburg und bundesweit an. Die Arbeitslosenquote bleibt in der Hauptstadt jedoch weiterhin hoch.

In Berlin sind die Arbeitslosenzahlen im Dezember 2025 leicht gesunken.
In Berlin sind die Arbeitslosenzahlen im Dezember 2025 leicht gesunken.Uwe Zucchi/dpa

Im Dezember 2025 hat sich der Berliner Arbeitsmarkt geringfügig entspannt. Nach Angaben der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit waren in der Hauptstadt 216.327 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 1.640 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zu November um 0,1 Punkte auf 10,1 Prozent, bleibt damit aber weiterhin über der 10-Prozent-Marke. Im Vorjahresvergleich ist dennoch ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen: Es wurden 11.601 mehr Arbeitslose als im Dezember 2024 registriert.

Die neue Chefin der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Carina Knie-Nürnberg, erklärte: „In Berlin hat sich der Arbeitsmarkt zum Jahresende zwar ganz leicht aufgehellt, aber die Lage bleibt anspruchsvoll.“ Sie erklärte, dass das aktuelle Niveau weiterhin über dem des Vorjahres liege.

In Brandenburg zeigte sich hingegen eine gegenläufige Entwicklung. Hier stieg die Zahl der Arbeitslosen im Dezember leicht auf 85.503 – ein Zuwachs von 1.230 gegenüber November und 1.990 mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote in Brandenburg erhöhte sich um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent. Knie-Nürnberg führte den Anstieg auf saisonale Effekte zurück: „Der Arbeitsmarkt in Brandenburg zeigt zum Jahresende ein Bild, das wir aus den Vorjahren kennen. Die Arbeitslosigkeit steigt im Winter saisonbedingt leicht an. Vor allem witterungsabhängige Branchen schlagen sich in den Dezemberzahlen nieder.“

Bundesweit mehr Arbeitslose

Auch bundesweit nahm die Arbeitslosigkeit im Dezember zu. Die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg meldete einen Anstieg um 23.000 auf rund 2,9 Millionen registrierte Arbeitslose. Im Vergleich zum Dezember 2024 sind das 101.000 mehr. Die bundesweite Arbeitslosenquote stieg um 0,1 Punkte auf 6,2 Prozent. Höher lag die Arbeitslosigkeit zuletzt vor 15 Jahren.

Die Unterbeschäftigung, die auch Teilnehmer an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und kurzfristig Erkrankte umfasst, sank saisonbereinigt zum Vormonat leicht um 3.000 auf 3.572.000.