Feiertage

Arbeiten an Weihnachten und Silvester: Erhebliche Unterschiede zwischen Branchen und Regionen

Nach einer aktuellen Studie bleiben die allermeisten Erwerbstätigen an Weihnachten zu Hause. Es gibt aber bemerkenswerte Ausnahmen.

Das Weihnachtspostamt Himmelstürarbeit auch an den Feiertagen.
Das Weihnachtspostamt Himmelstürarbeit auch an den Feiertagen.via www.imago-images.de

Die gute Nachricht zuerst: Über 90 Prozent aller Erwerbstätigen sind laut einer aktuellen Studie an Weihnachten und Silvester nach 14:00 Uhr zu Hause. Allerdings gaben in einigen Branchen bis zu einem Drittel der Beschäftigten an, arbeiten zu müssen. Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) befragte für die Studie zwischen Mitte November und Anfang Dezember fast 6000 Erwerbstätige.

Besonders hoch ist der Anteil der Arbeitenden zu den Feiertagen in den Branchen Verkehr und Logistik, Handel, Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialbereich. Hier sind teilweise über 40 Prozent der Beschäftigten im Einsatz, um beispielsweise den Weihnachtsbraten zu liefern, die Silvesterparty zu organisieren oder sich um Menschen in Not zu kümmern.

Starke regionale Unterschiede - Ostdeutschland vorne

Die Studie zeigt auch große regionale Unterschiede: So gaben in Ostdeutschland deutlich mehr Angestellte an, an den Feiertagen zu arbeiten, als in Westdeutschland. Den höchsten Wert erzielte Sachsen-Anhalt. Hier gaben mehr als 14 Prozent der Beschäftigten an, auch nach 14:00 Uhr an den Feiertagen noch auf der Arbeit zu sein.

Im katholischen Bayern nehmen die Menschen die Feiertage deutlich ernster. Nur fünf Prozent der Erwerbstätigen sind am Nachmittag des Weihnachtstages noch auf der Arbeit anzutreffen.

„Die Zahlen illustrieren, dass die Erwerbstätigen und Arbeitszeiten in Deutschland sehr flexibel sind“, kommentierte Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, wissenschaftliche Direktorin des WSI, die Ergebnisse. Gleichzeitig betont sie, wie wichtig es sei, dass die Arbeitszeiten nicht immer weiter ausufern.