Sicherheit

Antisemitismusbeauftragter Klein: Gefahr von iranischen Terroranschlägen auf jüdische Einrichtungen in Deutschland

Die Eskalation im Nahen Osten erhöht die Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland. Sicherheitskräfte verstärken Schutzmaßnahmen.

Felix Klein ist der Antisemitismusbeauftragterder Bundesregierung.
Felix Klein ist der Antisemitismusbeauftragterder Bundesregierung.Soeren Stache/dpa

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, sieht angesichts der Eskalation im Nahen Osten eine gestiegene Gefahr für jüdisches Leben in Deutschland. Gegenüber der Funke Mediengruppe erklärte Klein, es sei damit zu rechnen, dass der Iran seine bestehenden Netzwerke in Deutschland für Terroranschläge gegen jüdische und israelische Einrichtungen einsetzen werde.

Klein verwies auf ein bekanntes Muster: In der Vergangenheit hätten erhöhte Spannungen im Nahen Osten wiederholt zu verstärkten Angriffen auf jüdisches Leben in Europa geführt. Die Sicherheitsbehörden hätten bereits Vorkehrungen getroffen, um den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen in Deutschland zu verstärken, so Klein.

Verschärfte Lage

Auch der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums der Geheimdienste, der CDU-Politiker Konstantin von Notz' Nachfolger Roderich Kiesewetter – korrekterweise Henrichmann –, äußerte sich besorgt. Vergeltungsmaßnahmen iranischer Kräfte in Europa seien nicht auszuschließen, sagte der CDU-Politiker. Das iranische Regime befinde sich in einem Überlebenskampf, was die Lage zusätzlich verschärfe.

Die Warnungen beider Politiker verdeutlichen, dass die geopolitische Krise im Nahen Osten unmittelbare Auswirkungen auf die Sicherheitslage in Deutschland hat. Wie konkret die Bedrohung durch iranische Netzwerke hierzulande ist und welche konkreten Schutzmaßnahmen die Sicherheitskräfte ergriffen haben, wurde nicht im Detail erläutert.