Keine Wohnungen, keine Investitionen

Warum Berlins Wohnungskrise zur Gefahr für die gesamte Wirtschaft wird

Die Berliner Wohnungskrise ist mehr als nur ein soziales Problem – sie  Gefahr für die gesamte Wirtschaft, bis hin zur Deindustrialisierung.

Wohnungen in Berlin wie Dominosteine: Am Ende liegt die Wirtschaft am Boden.
Wohnungen in Berlin wie Dominosteine: Am Ende liegt die Wirtschaft am Boden.Uroš Pajović/Berliner Zeitung am Wochenende

Schon für sich genommen ist Deutschlands Wohnungsmangel ein Desaster. Doch nun zeigt sich, dass die Baukrise kein isoliertes Problem bleiben dürfte. Jüngste Entwicklungen zeigen: Sie könnte in Großstädten einen Dominoeffekt auslösen, der auch die letzten halbwegs gesunden Sparten der Wirtschaft zum Erliegen bringt. 

Berlin trifft diese Krise besonders hart: Nirgendwo sonst wird derzeit so wenig gebaut, nirgendwo ist Wohnraum so knapp. Nach aktuellen Studien fehlen in der Hauptstadt rund 56.000 Wohnungen, die nötig wären, um Angebot und Nachfrage annähernd auszugleichen. Gleichzeitig meldet der Senat, dass trotz steigender Einwohnerzahlen die fertiggestellten Wohnungen pro Jahr nur im niedrigen fünfstelligen Bereich liegen – etwa 14.000 bis 15.000 in den Jahren 2024/2025, weit unter dem politischen Ziel von 20.000 Wohnungen jährlich und deutlich unter dem, was Ökonomen für ein funktionierendes Marktgleichgewicht veranschlagen.

Berliner Zeitung

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