Kriminalität

Vermögen eingezogen: Berliner Staatsanwaltschaft nimmt Clan-Mitglied die Geldbündel weg

Nach Diebstahl der 100-Kilo-Goldmünze im Bode-Museum: 48-Jähriger hortete 55.000 Euro in der Wohnung – während er Sozialhilfe bezog.

Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ im Bode-Museum – bevor sie gestohlen wurde.
Die 100 Kilogramm schwere Goldmünze „Big Maple Leaf“ im Bode-Museum – bevor sie gestohlen wurde.Marcel Mettelsiefen/dpa

Einem Mitglied des polizeibekannten Remmo-Clans hat die Berliner Staatsanwaltschaft jetzt viel Geld weggenommen: 55.005 Euro, die die Polizei 2017 in der Wohnung des heute 48-Jährigen sichergestellt hatte. Weil der Mann seit Jahren Sozialleistungen bezog, vermuten die Ermittler, dass das Geld aus kriminellen Aktivitäten stammt.

Der 48-Jährige ist einer der elf Brüder des Clanoberhauptes. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er mit dem Diebstahl der 100 Kilogramm schweren Goldmünze „Big Maple Leaf“ aus dem Münzkabinett des Bode-Museums in Berlin zu tun hat. Das Landgericht hatte bereits im Februar 2020 drei Männer wegen Diebstahls im besonders schweren Fall zu Jugendstrafen von bis zu viereinhalb Jahren verurteilt. Zugleich ordnete es die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 3,3 Millionen Euro an. Zwei der Verurteilten gehören zum Remmo-Clan.

Berliner Zeitung

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