Glatteis

NABU kippt Tausalz-Erlaubnis: Der Zorn trifft die Falschen

Vor Gericht erstreitet der Naturschutzbund, dass Tausalz in Berlin verboten bleibt. Doch die falschen Adressaten bekommen den Zorn ab. Ein Kommentar.

Ein Mitarbeiter der BSR streut am Reichstagsgebäude eine Mischung aus Salz und Splitt auf die zugeschneite Straße.
Ein Mitarbeiter der BSR streut am Reichstagsgebäude eine Mischung aus Salz und Splitt auf die zugeschneite Straße.Sebastian Gollnow/dpa

Man könnte jetzt so richtig sauer sein auf den Naturschutzbund Deutschland. Darüber, dass der Nabu-Landesverband vor Gericht erreicht hat, dass das Tausalzverbot für Berlin bestehen bleibt. Bekanntlich gab das Verwaltungsgericht einem Eilantrag der Naturschützer gegen die Allgemeinverfügung von Umwelt- und Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) statt, die den Einsatz von Tausalz im privaten Bereich erlaubt hatte.

Man könnte sich so richtig aufregen darüber, dass Ute Bondes Senatsverwaltung jedes Jahr mit Hunderttausenden Euro Steuergeld genau jene finanziert, die uns das Salz verbieten. Darüber, dass Berlin 2023 dem Nabu-Landesverband 412.982,80 Euro „für Personal und Sachmittel spezifischer Projekte“ überwies und im Jahr 2024 sogar 758.039 Euro, wie aus den Nabu-Jahresberichten hervorgeht.

Berliner Zeitung

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