DDR-Kulturerbe

Studieren im Staatsrat: Wo Jungmanager in Honeckers Büro chillen

Im DDR-Denkmal arbeitet Deutschlands beste private Wirtschaftshochschule. Ein Blick in einstige Bankett- und Diplomatensäle. Jetzt wird der Staatsratssaal saniert.

Unter dem großen DDR-Emblem Hammer-Zirkel-Ährenkranz überreichte Erich Honecker einst hohe Auszeichnungen. Die Wirtschaftshochschule hat den Raum denkmalgerecht saniert und nutzt ihn als Hörsaal. Im Normalbetrieb bedeckt ein Vorhang das Emblem.
Unter dem großen DDR-Emblem Hammer-Zirkel-Ährenkranz überreichte Erich Honecker einst hohe Auszeichnungen. Die Wirtschaftshochschule hat den Raum denkmalgerecht saniert und nutzt ihn als Hörsaal. Im Normalbetrieb bedeckt ein Vorhang das Emblem.Stephanie Steinkopf/Ostkreuz

Wie nah der Abriss des Staatsratsgebäudes in Berlins Mitte war! Kurz nach dem Bundestagsbeschluss zur Verlegung der deutschen Hauptstadt nach Berlin stritten Senat und Bonner Bundesregierung über die künftigen Regierungsbauten. Bonn wolle, so schwante den Berlinern, für seine verwöhnten Ministerialbeamten eine neue Bürostadt schaffen und dafür Berlins Mitte verwüsten. Der Spiegel schrieb am 21. Dezember 1992: „Bonn will drei denkmalgeschützte Bauwerke abreißen lassen: das ehemalige DDR-Staatsratsgebäude, den einstigen Sitz des SED-Zentralkomitees und das Haus der Ministerien.“

Berliner Zeitung

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