Stromanschlag in Berlins Südwesten

Diese Lehren zieht eine Rentnerin aus dem Berliner Blackout: „Ich weiß nicht, ob ich zurückkomme“

Nach dem Anschlag auf eine Kabelbrücke erlebte eine Rentnerin aus Zehlendorf tagelang den Ausnahmezustand. Auch, als alles wieder lief. Sie denkt nun ans Auswandern.

Karina Fitzner (mit Hund Mäxchen) schildert ihren Alltag ohne Strom und Heizung.
Karina Fitzner (mit Hund Mäxchen) schildert ihren Alltag ohne Strom und Heizung.Markus Wächter/Berliner Zeitung

Als Karina Fitzner an diesem Mittwochvormittag in ihrer Wohnung in Zehlendorf Süd an der Grenze zu Teltow steht, ist es noch still. Kein Summen aus der Küche, kein Klacken der Heizung, kein Lichtschalter, der etwas bewirkt. Stattdessen flackert Kerzenschein. Teelichtöfen stehen im Wohnzimmer, sorgfältig verteilt. Daneben ein Kurbelradio. Ihr Chihuahua, den sie „Mäxchen“ ruft, läuft unruhig im Wohnzimmer hin und her. „Wenn ich die Wohnzimmertür schließe, komme ich abends vielleicht auf 16 Grad“, sagt Fitzner und zeigt auf das Thermometer auf ihrem Couchtisch. „Mehr schaffe ich nicht.“

Berliner Zeitung

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