Die Krise hält an

Mehr Verkäufe, weniger Kapital: Berliner Wohnungsmarkt steckt weiter in der Sackgasse

Die Verkaufszahlen auf dem Berliner Wohnungsmarkt steigen – doch das investierte Kapital schrumpft. Warum das so ist und was sich jetzt ändern müsste: eine Analyse.

Die Verkaufszahlen auf dem Berliner Wohnungsmarkt steigen. Allerdings nur im unteren und mittleren Segment. Das Transaktionsvolumen stagniert auf einem weiterhin niedrigen Niveau.
Die Verkaufszahlen auf dem Berliner Wohnungsmarkt steigen. Allerdings nur im unteren und mittleren Segment. Das Transaktionsvolumen stagniert auf einem weiterhin niedrigen Niveau.Monika Skolimowska

Nach aktuellen Marktdaten des Gutachterausschusses Berlin sowie auf Basis von Auswertungen von Engel & Völkers hat der Berliner Wohninvestmentmarkt im Jahr 2025 offenbar an Dynamik gewonnen – zumindest gemessen an der Zahl der Abschlüsse. Insgesamt wurden 819 Transaktionen registriert, ein Anstieg um 23 Prozent gegenüber 2024, als lediglich 664 Verkäufe gezählt wurden. Das klingt zunächst nach einer positiven Entwicklung und lässt vermuten, dass der seit Jahren angespannte Wohnungsmarkt der Hauptstadt in eine Phase der Entspannung eintreten könnte.

Doch dieser Eindruck täuscht. Trotz der gestiegenen Zahl an Transaktionen blieb das Transaktionsvolumen nahezu unverändert. Den 4,18 Milliarden Euro im Jahr 2025 stehen 4,31 Milliarden Euro im Jahr zuvor gegenüber. Dass die wachsenden Verkaufszahlen nicht mit einem höheren Kapitalzufluss einhergehen, ist dabei keine Randnotiz. Vielmehr handelt es sich um ein zentrales Detail, das viel über die aktuellen strukturellen Fehlentwicklungen des Berliner Wohnungsmarktes verrät.

Berliner Zeitung

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