„Da sträubte sich das Nackenfell“

Zwischen Wahrheit und Fiktion: Die S-Bahn-Flucht vom Bahnhof Friedrichstraße auf dem Prüfstand

„Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist eine spektakuläre Geschichte. Doch hätte eine S-Bahn einfach so von Ost nach West fahren können? Eine Flucht mit Rollstuhl hat dagegen geklappt.

Eine S-Bahn steht im Bahnhof Friedrichstraße abfahrbereit in Richtung Zoo. Zu DDR-Zeiten war die direkte S-Bahn-Verbindung von Ost nach West unterbrochen. Auf einem Umweg im Bahnhof blieben solche Fahrten jedoch weiterhin möglich.
Eine S-Bahn steht im Bahnhof Friedrichstraße abfahrbereit in Richtung Zoo. Zu DDR-Zeiten war die direkte S-Bahn-Verbindung von Ost nach West unterbrochen. Auf einem Umweg im Bahnhof blieben solche Fahrten jedoch weiterhin möglich.Stefan Zeitz/imago

Im Bahnhof Friedrichstraße gelingt eine spektakuläre Massenflucht aus der DDR. Eine S-Bahn aus Richtung Osten, die dort eigentlich enden und umkehren sollte, fährt über eine Weichenverbindung in den Westen von Berlin. 127 Menschen finden sich plötzlich auf der anderen Seite der innerstädtischen Grenze wieder. Darum geht es in Maxim Leos Buch „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“, dessen Verfilmung vor kurzem in die Kinos gekommen ist. Aber hätte es eine solche Flucht tatsächlich geben können? Zeit, mit Bahnexperten über den Wahrheitsgehalt von Buch und Film zu sprechen. Und an eine längst vergessene gelungene Flucht, die in dem Bahnhof gelang, zu erinnern.

Berliner Zeitung

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