Möbliertes Wohnen auf Zeit

Justizministerin Hubig dreht am Mietrecht – und bringt Berliner Vermieter auf die Palme

Die Justizministerin will möbliertem Wohnen auf Zeit einen Riegel vorschieben – und die Mieten deckeln. Was wird aus dem Wohnungsbau? Eine Analyse.

Nachdem sich Bauministerin Klara Hubertz (SPD, l.) in die Babypause verabschiedet hatte, übernahm Justizministerin Stefanie Hubig das Ruder. Jetzt will Hubig die Rechte der Vermieter beschränken.
Nachdem sich Bauministerin Klara Hubertz (SPD, l.) in die Babypause verabschiedet hatte, übernahm Justizministerin Stefanie Hubig das Ruder. Jetzt will Hubig die Rechte der Vermieter beschränken.Annette Riedl

Es gibt kaum ein Thema, das für so hitzige Debatten sorgt wie die anhaltende Wohnungs- und Mietenkrise. Die Meinungen darüber, was es braucht, damit Wohnbauten für Käufer wieder erschwinglicher und die Mieter nachhaltig entlastet werden, gehen dabei diametral auseinander: Es müsse vor allem wieder mehr gebaut werden, sagen die einen – es brauche eine strengere Mietenregulierung, glauben die anderen.

Für Bauministerin Verena Hubertz (SPD) war die Lösung immer klar: Deutschland brauche mehr „Turbo beim Bauen“. Nur wenn „die Bagger wieder rollen“ und dem Wohnungsmarkt neuer Wohnraum zugeführt werde, entspanne sich der angespannte Immobilien- und damit auch der Mietmarkt, so die Sozialdemokratin. Konkrete Eingriffe ins Mietrecht standen dabei zunächst nicht zur Debatte.

Berliner Zeitung

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