Notfallregister

Gefangen im Hochhaus: Warum die Feuerwehr im Notfall nicht zu Patienten findet

Menschen mit Behinderungen und Bettlägerige können sich freiwillig in einem Notfallregister eintragen lassen. Viele Behörden benutzen es. Der Berliner Senat lehnt ab.

Hochhäuser in der Neuköllner Gropiusstadt. Auch hier leben Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.
Hochhäuser in der Neuköllner Gropiusstadt. Auch hier leben Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind.IMAGO/Jochen Eckel

Welch ein Horrorszenario: Schon seit Tagen ist der Strom ausgefallen. Im 8. Stock eines Hochhauses wohnt eine querschnittsgelähmte Frau. Weder der Lift noch die Türklingel funktionieren. Die elektrischen Jalousien an den Fenstern gehen nicht hoch, auch das Handy ist tot. Ein paar Häuser weiter liegt ein Mann im Krankenbett, der an ALS leidet und künstlich beatmet wird. Der Notfallakku an dem Gerät reicht nur noch wenige Minuten. Vergleichbare Szenen ereigneten sich beim großen Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf. Verwandte und Nachbarn konnten in den meisten Fällen helfen. Eine 83-Jährige starb jedoch unter noch ungeklärten Umständen.

Berliner Zeitung

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