Rechtsextremismus

Fahndung der Polizei: Wie Marla-Svenja Liebich die deutschen Behörden an der Nase herumführt

Bis zur Änderung seines Geschlechtseintrags war der Hallenser eine Größe in der rechten Szene. Das Selbstbestimmungsgesetz macht Liebich zum Star. Nach der Dame fahndet die Polizei.

Juli 2025: Marla-Svenja Liebich im Landgericht
Juli 2025: Marla-Svenja Liebich im LandgerichtSebastian Willnow/dpa

Was das linke Zentrum für Politische Schönheit kann, das können die Rechten inzwischen auch: die bundesdeutschen Behörden an der Nase herumführen. Marla-Svenja Liebich nennt sich diese Person, die von der Polizei gesucht wird und nun gewissermaßen Liebichgrüße aus Moskau schickt.

Besagter Mensch war am 29. August zum Haftantritt in der Frauen-JVA Chemnitz geladen, was zu einem Medienspektakel vor den Gefängnistoren ausartete, weil die 55-Jährige per X ihre Ankunft dort angekündigt hatte. Liebich erschien aber nicht, sondern war da schon längst untergetaucht. Seitdem lässt die Staatsanwaltschaft Halle Liebich per Haftbefehl suchen – allerdings bisher vergebens, wie von der Behörde zu hören ist. Keine physische Spur führt in Richtung Neonazi. Dafür ist Liebich in der digitalen Welt sichtbar.

Berliner Zeitung

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