Was das linke Zentrum für Politische Schönheit kann, das können die Rechten inzwischen auch: die bundesdeutschen Behörden an der Nase herumführen. Marla-Svenja Liebich nennt sich diese Person, die von der Polizei gesucht wird und nun gewissermaßen Liebichgrüße aus Moskau schickt.
Besagter Mensch war am 29. August zum Haftantritt in der Frauen-JVA Chemnitz geladen, was zu einem Medienspektakel vor den Gefängnistoren ausartete, weil die 55-Jährige per X ihre Ankunft dort angekündigt hatte. Liebich erschien aber nicht, sondern war da schon längst untergetaucht. Seitdem lässt die Staatsanwaltschaft Halle Liebich per Haftbefehl suchen – allerdings bisher vergebens, wie von der Behörde zu hören ist. Keine physische Spur führt in Richtung Neonazi. Dafür ist Liebich in der digitalen Welt sichtbar.

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