Neukölln

„Die nehmen euch die Zukunft weg“: Jugendoffizier und Kriegsdienstgegner diskutieren an Berliner Schule

Jugendoffizier, Friedensethikerin, Kriegsdienstgegner und Influencer auf einem Podium: In Neukölln zeigt sich, wie aufgeladen die Wehrdienst-Frage inzwischen ist.

Zehntausende Schüler haben am bundesweiten Streik gegen die Wehrpflicht Anfang März teilgenommen.
Zehntausende Schüler haben am bundesweiten Streik gegen die Wehrpflicht Anfang März teilgenommen.Marc John/imago

Die Mikrofone auf dem Podium sind noch nicht eingeschaltet, die Debatte unter den Schülern im Publikum läuft jedoch schon. In den Stuhlreihen tuscheln sie miteinander, wägen ab und machen Witze. „Würdet ihr es machen?“, fragt einer der Schüler seine Nebenmänner. Er meint den Wehrdienst. „Digga, warum nicht? Wenn’s am Ende eh Zwang wird. Dann kann ich auch Führerschein machen und bisschen Geld verdienen.“ Danach stellen sie sich die Frage, wie man eigentlich Jugendoffizier wird. Einer der Jungs weist die anderen darauf hin, man möge sich von dem Wort „Jugend“ nicht in die Irre führen lassen; so müsse man vorher schon einige Schritte gegangen sein, bevor man offiziell Jugendoffizier wird.

Berliner Zeitung

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