Schon im Dezember hatte RTL angekündigt, in größerem Umfang Jobs zu streichen. 600 Stellen sollen davon betroffen sein, hieß es vom Kölner Sender. Besonders hart trifft es den Nachrichtensektor. So sollen allein 230 Stellen im Bereich RTL-News abgebaut werden – gut ein Drittel der avisierten Jobstreichungen.
Nicht betroffen von diesen Kürzungsmaßnahmen sollen der Nachrichtensender n-tv sowie das Magazin „Stern TV“ sein. Auch die Print-Magazine GEO und Capital, die schon seit längerem im „Publishing-Geschäft“ des Senders erscheinen, bleiben unangetastet.
Neuerungen bei den News und Promi-Sendungen
Die RTL-Verantwortlichen begründeten diesen Schritt mit einem starken Rückgang des Werbegeschäftes, einem „herausfordernden Marktumfeld“ und dem „sich rasant wandelnden Mediennutzungsverhalten“. Nach eigenen Angaben will RTL den Stellenabbau sozialverträglich gestalten. Es sollen ein Abfindungsprogramm aufgesetzt und eine Transfergesellschaft gegründet werden, in der die betroffenen Mitarbeiter etwa ein Jahr lang angestellt bleiben können.
Zudem würden Altersteilzeitregelungen ermöglicht werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen „möglichst“ vermieden werden. 7500 Angestellte hat der Sender; die Belegschaft wird also um rund 8 Prozent dezimiert. Durch den Stellenabbau könnten Personalkosten in zweistelliger Millionenhöhe eingespart werden, war vom RTL-Deutschlandchef Stephan Schmitter zu vernehmen.
So sollen ab Frühjahr 2026 die Morgensendungen „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ entfallen und dafür ein gemeinsames Morgenprogramm mit dem Nachrichtensender n-tv gesendet werden. Auch die Promi-News-Shows „Gala“ sowie „Prominent“ bei Vox werden eingestellt. Stattdessen soll „Exclusiv“ mit Frauke Ludowig als langjähriger Moderatorin ab Samstag, 17. Januar, an sieben Tagen in der Woche laufen und so das VIP- und People-Segment von RTL News bündeln.
Weichen verstärkt in Richtung „digital“ stellen
Bei den RTL-News sollen die Weichen zudem „verstärkt in Richtung digital“ gestellt werden, hieß es dazu auch von Programm-Managerin Inga Leschek. Man investiere in digitale Strukturen und KI-gestützte Prozesse „mit dem klaren Ziel, Qualitätsjournalismus für eine digitale Medienwelt nachhaltig weiterzuentwickeln“.


