Medienkolumne

Hier zahlt der Bürger gerne mehr – und trotzdem weniger: Die Schweiz hat über ihren Rundfunkbeitrag abgestimmt

Zwar stimmten 62 Prozent der Schweizer gegen die Initiative „200 Franken sind genug“, doch sie hatten wenigstens eine Entscheidung. Ein solches Volksbegehren wäre in Deutschland undenkbar.

Schweiz, Bern: Mitglieder der Operation Libero nehmen an einer Aktion gegen die SRG-Halbierungsinitiative teil.
Schweiz, Bern: Mitglieder der Operation Libero nehmen an einer Aktion gegen die SRG-Halbierungsinitiative teil.Peter Schneider/Keystone/dpa

Stellen Sie sich vor, Sie werden am nächsten Sonntag zur Wahlurne gerufen und dürfen über den Rundfunkbeitrag abstimmen. Eine private Gemeinschaft hat die Initiative „10 Euro sind genug“ gestartet. Der Rundfunkbeitrag von derzeit 18,36 Euro würde also nicht wie geplant um 28 Cent ab 1.1.2027 auf 18,64 Euro steigen, sondern deutlich sinken. Und Sie dürften ihr Kreuz entweder im „Ja“-Feld oder bei „Nein“ machen. Egal, wie die Abstimmung ausgeht – vorsorglich haben die Bundesländer bereits beschlossen, den Beitrag auf 15 Euro abzusenken.

Berliner Zeitung

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