Theater

„Warten auf Godot“ im Gefängnis: Wenn die Insassen besser wissen, worum es geht

Das finanziell bedrohte Gefängnistheaterprojekt „Aufbruch“ macht mit einem Bruchteil seines Budgets weiter. Mit einer Beckett-Premiere in der JVA Plötzensee. Die Kritik.

„Warten auf Godot“ mit dem Gefangenenensemble Aufbruch in der JVA Plötzensee: Alex, Brendon, Charly, Eri, Ibrahim Al-Khalil, Moxx, Pablo
„Warten auf Godot“ mit dem Gefangenenensemble Aufbruch in der JVA Plötzensee: Alex, Brendon, Charly, Eri, Ibrahim Al-Khalil, Moxx, PabloThomas Aurin

Doch, Samuel Beckett konnte lachen. Mindestens ein Fall ist belegt. Der irische Schriftsteller hat gelacht, als ihm Jan Jönson von seiner „Warten auf Godot“-Inszenierung erzählte. Der schwedische Regisseur hatte Becketts bekanntestes Stück sehr erfolgreich in einem Gefängnis inszeniert. Bei einem Gastspiel im Theater Göteborg sind vier der fünf Schauspieler nach der Pressekonferenz durch den Bühneneingang in die Freiheit geflohen. „Kurz hielt er den Atem an, dann brach er in Lachen aus und sagte leise: Das ist das beste, was meinem Stück widerfahren ist, seit ich es geschrieben habe.“

Berliner Zeitung

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