Theater

Viel brillanter als Fabian Wolff: Moritz Kienemann in „Fake Jews“

Der in der Kostümjuden-Debatte berühmt gewordene und vernichtete Fabian Wolff ist Gegenstand eines Theaterstücks von Noam Brusilovsky in der DT-Box. Wer haut hier wen übers Ohr? Die Kritik

Moritz Kienemann in „Fake Jews“ von Noam Brusilovsky
Moritz Kienemann in „Fake Jews“ von Noam BrusilovskyJasmin Schuller

Wer steht vor uns? Wen spielt Moritz Kienemann da in der Box des Deutschen Theaters? Seinen Namen erfährt man nicht in dem von Noam Brusilovsky geschriebenen und inszenierten Meta-Stück, das „Fake Jews“ heißt und am Donnerstag eine triumphale Premiere feierte. Es greift die Geschichte des 1989 geborenen Berliner Lehrers und ehemaligen Zeitungsautors Fabian Wolff auf, erzählt sie aber natürlich nicht einfach nur nach, sondern spiegelt und bricht sie und reißt Löcher der Unmittelbarkeit hinein. Man fällt als Zuschauer immer wieder rein, und dies mit einer süßen, verdächtigen Freude und mit autoreflexivem Missbehagen.

Berliner Zeitung

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