Theater

Nach der Premiere: Volksbühne setzt „Böses Glück“ ab

Nach der Erkrankung von Benny Claessens entfallen alle weiteren Vorstellungen von „Böses Glück“. Das Stück wurde nur einmal gespielt.

„Böses Glück“ mit Benny Claessens (mit roter Schleife)
„Böses Glück“ mit Benny Claessens (mit roter Schleife)Apollonia T. Bitzan

Die Volksbühne hat entschieden, die Produktion „Böses Glück. Cult of the Daughter“ nicht weiter aufzuführen. Wie das Theater mitteilte, ist dies auf die längerfristige Erkrankung des Regisseurs und Schauspielers Benny Claessens zurückzuführen. Eine Fortführung der Produktion sei derzeit organisatorisch nicht möglich. Die Entscheidung erfolgte im Einvernehmen mit dem Produktionsteam, eine Umbesetzung ist demnach nicht geplant.

Die Inszenierung hatte erst am 26. Februar Premiere und ist danach nicht wieder aufgeführt worden. Weitere Termine waren bereits zuvor teilweise verschoben oder abgesagt worden.

Parallel dazu hatte Claessens öffentlich seinen Rückzug vom Theater erklärt – mit ungewöhnlich scharfer Kritik am Betrieb. Das Theater sei „ein Ort voller Hass“, schrieb der belgische Künstler und stellte die Institution grundsätzlich infrage. Wenig später präzisierte er, die Arbeit habe ihn „krank gemacht“. Diese Nachricht habe er demnach im Krankenhaus geschrieben.

„Böses Glück“ basiert auf Texten von Tove Ditlevsen und Olga Ravn. Die Produktion wurde von der Kritik überwiegend negativ aufgenommen.

Als Ersatz für die entfallenen Vorstellungen setzt die Volksbühne Berlin folgende Produktionen an: „Und jetzt?“ von René Pollesch (29.3.), „Warten auf Bardot“ von Meo Wulf (07.4.) sowie „ja nichts ist ok“ von Pollesch/Hinrichs (12.4.). Am 18.4. folgt zudem „Irgendetwas ist passiert“ von Fabian Hinrichs und Anne Hinrichs.