Frieden, so das allgemeine Verständnis, ist primär eine Frage stabiler Staaten, gesicherter Grenzen und militärischer Abschreckung. Doch was ist, wenn diese Gleichsetzung selbst Teil des Problems ist? Was, wenn wir Nationalstaaten nicht als Garanten für Frieden, sondern als Garanten für den Krieg verstehen? Gibt es jenseits von militärischer Abschreckung und absoluter Unterwerfung noch andere Möglichkeiten, einen kriegerischen Konflikt zu lösen? Dann stellt sich die Frage, welche Formen von gemeinschaftlicher Organisation wir brauchen, um Frieden herstellen zu können. Der Kultursoziologe Thomas Wagner geht in seinem neusten Buch „Wege aus der Gewalt“ dieser Frage nach. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

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