Roland Kaiser wird bald 75. Am 10. Mai 2027 ist es so weit. Und fast auf den Tag genau wird Kaiser (der inzwischen prachtvoll in Münster haust) dann auch nach Berlin zurückkehren. Viel Wasser ist die Spree und die Havel und die Panke runtergeflossen, seit Kaiser hier in West-Berlin aufwuchs, in Wedding.
„Aber der Wedding ist immer noch ein bunter, lebendiger Bezirk, der Freude macht“, sagte Kaiser uns im Interview. Aufgewachsen ist er Burgsdorf-, Ecke Müllerstraße, unweit des alten SPD-Hauses. „Das war ’ne spannende Zeit“, so der Kaiser des gehobenen deutschen Schlagers. „Ein rauer, aber herzlicher Bezirk.“
Ob Kaiser also, wenn er am 6. Mai 2027 in Berlin-Friedrichshain in der Uber-Arena vor potenziell 17.000 Menschen spielt, direkt noch ein paar Tage bleibt bis zu seinem Wiegenfeste? Eine kleine Fete in Wedding, das wär’s doch.
Was wir in jedem Fall wissen: Kaiser wird nichts anbrennen lassen. Er probt sogar schon fleißig: Er freue sich darauf, seine Fans wieder in den großen Hallen zu treffen und gemeinsam einen besonderen Abend zu erleben, lässt er verlauten. „Das ist unser Moment.“
Die neuen Songs, die großen Klassiker treiben ihn, sagt Kaiser, „unglaublich“ an: „Meine Band und ich bereiten uns sehr intensiv auf diese Tournee vor, damit jeder Abend für mein Publikum zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.“
Roland Kaiser war in Berlin schon bei den Rolling Stones
Schon 2026 kommt Kaiser nach Berlin: Am 21. und 22. August gastiert er in der Waldbühne. „Die Hallenproduktion hebt sich deutlich von den bekannten Open-Air-Shows ab“, verspricht der Veranstalter Semmel Concerts, „steht ihnen in ihrer emotionalen Wirkung jedoch in nichts nach.“
Bei Shows in dieser Größenordnung können naturgemäß nicht alle in der ersten Reihe stehen beziehungsweise sitzen. „Vor ein paar Jahren war ich bei den Rolling Stones im Berliner Olympiastadion“, erzählte uns Roland Kaiser. „Die sieht man dann ja nicht wirklich. Nur über die großen LED-Wände. Aber man hat eben doch das kollektive Erlebnis, und das ist das Entscheidende.“

