Mit einer Bergparade und einem Rave unter freiem Himmel verabschiedet sich Chemnitz am Samstag als Kulturhauptstadt Europas 2025. Am frühen Nachmittag soll es noch adventlich zugehen, mehr als 1000 Trachtenträger ziehen durch die Stadt – begleitet von Musik. Die sogenannten Bergparaden, die das Bergbau- und das Hüttenwesen feiern, sind eine bis ins Mittelalter zurückreichende Tradition der Sachsen und gelten heute als immaterielles Kulturerbe in Deutschland.
Am Abend soll dann unter dem Titel „Feierabend!“ auf das Kulturhauptstadtjahr zurückgeblickt werden: von einer Bühne am Karl-Marx-Monument, mit Videos und Musik unterlegt. Auch eine Tanzcompagnie aus Oulu in Finnland wird erwartet. Mit einem Rave unter freiem Himmel klingen die Festivitäten zum Ende eines erfolgreichen Jahres aus.
Chemnitz hat sich als Kulturhauptstadt 2025 überraschend erfolgreich präsentiert und ein starkes, eigenständiges Profil gezeigt. Statt großer Spektakel setzte die Stadt auf Beteiligung, Nachbarschaftskultur und authentische Orte. Zahlreiche Projekte wie „Purple Path“ oder die Wiederbelebung brachliegender Industriegelände haben langfristige Impulse gesetzt und neue Räume für Kunst, Handwerk und urbane Begegnung geschaffen.
Besonders positiv bewertet wurde, dass viele Initiativen von Bürgerinnen und Bürgern getragen wurden – Chemnitz zeigte sich offener, internationaler und kreativer, als viele erwartet hatten. Auch wirtschaftlich wirkte das Jahr: Die Stadt verzeichnete steigende Besucherzahlen, volle Hotels und wachsendes Interesse an regionalen Unternehmen.


