Gegenwartsliteratur

„Im Orkan“ von Urike Almut Sandig: Sand und Drogen in der Ukraine

Dieser Roman übersetzt den mit Drohnen und Raketen geführten Krieg gegen die Ukraine in von Moskau gesteuertes Unwetter. Das wirkt recht mild. Die Kritik.

Ulrike Almut Sandig veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Geschichten und nun den zweiten Roman.
Ulrike Almut Sandig veröffentlichte mehrere Gedichtbände, Geschichten und nun den zweiten Roman.Sascha Conrad

Nicht erst das dem Roman vorangestellte Zitat der Dichterin Lesja Ukrajinka gibt das Anliegen des Buches zu erkennen, auch der Hinweis auf der Seite davor. Das Buch sei zwar eine Fiktion, doch „Ähnlichkeiten mit real existierenden Orten, Ereignissen und Personen sind beabsichtigt“.

Schon der Klappentext im Schutzumschlag von „Im Orkan“, dem zweiten Roman der vor allem für ihre Lyrik vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin Ulrike Almut Sandig, lässt kaum Fragen offen. Denn hier sagt sie selbst, dass sie einen Roman schreiben wollte, der „Hoffnung schenkt“. Und sie erklärt das Konzept des Buches: „Der Krieg ist zu groß, zu schmerzhaft, zu chaotisch, als dass er sich eins zu eins abbilden ließe. Stürme, die eine ganze Stadt unter Sand zu begraben drohen – ich wähle also eine Bildsprache, die die klaustrophobische Erfahrung der Belagerung etwas spürbar macht.“

Berliner Zeitung

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