Einen Witz verspricht Heike Geißler im ersten Satz ihres Buches. Sie kündigt ihn so ernst an, dass sie die Erwartung gleich aushebelt. „Jetzt, da mir einfällt, so zu beginnen – also von der Verzweiflung zuerst einmal abzulenken –, weiß ich allerdings nicht, wo er steht.“ Das Thema „Verzweiflungen“, das der Titel vorgibt, wird hier mehrfach auf solche und ähnliche Weise angetippt und verschoben. Dann sind kleine Szenen eingeflochten, etwa die Begegnung mit einem vor sich hin redenden Obdachlosen, der jeden Satz mit „quak-quak“ beschließt. Oder wenn sich die Nachbarschaft im Hof durch Kleidungsstücke und Picknickdecken präsentiert: „Ich lese die Wäscheleine.“ Es gibt aber auch Passagen, da springt einen das Unglück direkt an.

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