Nachruf

Berliner Maler ist tot: „Wenn ich heute etwas male, ist es morgen schon Geschichte“

Der letzte Protagonist der Neuen Prächtigkeit malte seine Stadt mit Ironie und Satire. In aller Stille ist Matthias Koeppel mit 88 Jahren gestorben. Am Donnerstag ist die Trauerfeier.

Matthias Koeppel (1937–2026) vor wenigen Jahren in seinem Atelier in Wedding
Matthias Koeppel (1937–2026) vor wenigen Jahren in seinem Atelier in WeddingChristian Kielmann/imago

Matthias Koeppel war der letzte Mohikaner der legendären Schule der Neuen Prächtigkeit. Deren intensive Zeit waren die 1970er-Jahre. Mit den Malerfreunden Johannes Grützke, Manfred Bluth und Karlheinz Ziegler (alle schon längst im Künstlerhimmel über Berlin) mischte Koeppel einst den „guten Geschmack“ des Kunstpublikums im alten West-Berlin auf, den biederen Wirtschaftswunder-Lebensstil, die rebellierenden Studenten, die Schatten werfende Mauer, die der DDR-Oberste Ulbricht durch die Stadt gezogen hatte.

Berliner Zeitung

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