Alle Jahre wieder seit einem halben Jahrhundert ermittelt der Kunstkompass des Wirtschaftsmagazins Capital die bedeutendsten zeitgenössischen Künstler weltweit, gemessen an ihrer Resonanz im internationalen Kunstbetrieb. Bewertet und mit Punkten gewichtet werden unter anderem Ausstellungen von nahezu 300 Museen auf dem ganzen Globus, ebenso Rezensionen in internationalen Fachmagazinen, Ankäufe führender Museen sowie Ehrungen.
Laut dem New Yorker Wall Street Journal entsteht so „das einzige zuverlässige Messinstrument für zeitgenössische Kunst“. Und demnach rocken die Alten den Kunstmarkt. Selbstredend haben auch die großen Kunstmagazine der Welt und hierzulande, wie Monopol und Art, ihre eigenen – weit weniger konservativen – Rankings mit anderen Kriterien und setzen eher junge Kunst auch aus dem globalen Süden auf vordere Ränge. Da der in Krisenzeiten verschnupfte Kunstmarkt keine Risiken eingeht, ändert sich bei den seit Jahren gewohnten Spitzenreitern im Weltkunstbetrieb allerdings fast nichts. Da bleiben die teils längst überhitzten Preise auf hohem Niveau.

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