Venedig

„Kunst lebt von Offenheit“: Boykottstreit erschüttert Biennale

Zwischen Israel-Debatte, Protesten und Absagen droht Venedigs Ausstellung zum geopolitischen Schauplatz zu werden. Versinkt die Biennale im Ragebait?

In einem Offenen Brief an den Biennale-Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco fordern 200 Künstler, Kuratoren und Kulturschaffende den Boykott der israelischen Teilnahme.
In einem Offenen Brief an den Biennale-Präsidenten Pietrangelo Buttafuoco fordern 200 Künstler, Kuratoren und Kulturschaffende den Boykott der israelischen Teilnahme.imago/Mirco Toniolo

Ein Gespenst geht um in der Kunstwelt. Ein Boykott-Gespenst. Ein Untoter, der cancelt, der ausschließt, der Kreativität nivelliert. Der aus Kunst Polit-Aktivismus macht. Der weise Spruch Ad Reinhardts, Nachkriegsavantgardist und Maler der Farbe Schwarz, dass „Kunst Kunst (sei) und alles andere alles andere“, Picassos Utopie vom „Guten und Schönen“ der Kunst, auch Gerhard Richters Zitat, Kunst sei „die höchste Form von Hoffnung“ in der Welt, sind offensichtlich Makulatur.

Berliner Zeitung

Mit einem Abo weiterlesen

  • Zugriff auf alle B+ Inhalte
  • Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
  • Jederzeit kündbar