Das Kunstjahr 2026

Drei Ostfrauen aus Berlin im deutschen Pavillon der Venedig-Biennale

So einen Trio-Export gab es noch nie. Und die Staatlichen Museen Berlin präsentieren Brancusi, Dschingis Khan und den Designer Verner Panton.

Berlins Künstlerinnen für Venedig: Henrike Naumann, Sung Tieu, Kuratorin Kathleen Reinhardt (v.l.)
Berlins Künstlerinnen für Venedig: Henrike Naumann, Sung Tieu, Kuratorin Kathleen Reinhardt (v.l.)Victoria Tomaschko / ifa

An diesem Ort wartet immer eine Gratwanderung. Der deutsche Pavillon der 1895 gegründeten Kunst-Biennale di Venezia in den Giardini der Lagunenstadt ist seit der NS-Zeit ein symbolisch extrem aufgeladenes Haus: 1938 verlangten Hitler und Konsorten großmächtige nationalsozialistische Baukunst. Das vormals elegante gründerzeitliche Gartenhaus bekam mächtige neoklassizistische Rechteck-Pfeiler, die Fassade den wuchtigen Schriftzug GERMANIA; das schlichte Parkett wurde durch Marmor ersetzt. Im monumentalen Ambiente empfing Hitler seinen faschistischen Kumpan Mussolini.

Berliner Zeitung

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