Es ist kein Aprilscherz: Pablo Picassos weltberühmtes Gemälde „Guernica“ darf vielleicht, was nie mehr möglich schien: Es könnte zum ersten Mal als temporäre Leihgabe die Reina Sofía in Madrid verlassen, wo es seit 1992 hängt. Damals war es endlich zurückgekehrt aus dem Exil im MoMA New York; in die Heimat des Malers. Seither wurden alle Ausleihversuche abgeschmettert.

Nun aber bat die Regionalregierung des Baskenlandes beim spanischen Kulturministerium offiziell um die Genehmigung einer Leihgabe, wie das Portal Art News soeben berichtet. „Guernica“ soll im Guggenheim-Museum Bilbao gezeigt werden. Wenn die Ausleihe erlaubt wird, wäre das Werk von Oktober 2026 bis Juni 2027 in diesem aus aller Welt besuchten, vom Stararchitekten Frank Gehry erbauten Museum (es löste den Bilbao-Effekt aus!) zu sehen.
Hitler und Mussolini verübten diese Gräuel
Der Anlass: Am 26. April 2027 jährt sich die Bombardierung, die Auslöschung des baskischen Ortes Guernica durch Fliegerbomber der deutschen NS-Legion Condor und der italienischen Faschisten zum 90. Mal. Hitler und Mussolini verübten diese Gräuel gegen Widerständige der Region, um ihren Fascho-Komplizen Franco zu unterstützen.
Die Nachricht vom Angriff – heute befindet sich dort eine ergreifende Gedenkstätte, für die auch der baskische Bildhauer Edouard Chillida grandiose Trauer-Skulpturen schuf – wühlte den aus Malaga stammenden, in Paris lebenden Picasso derart auf, dass er sogleich mit der Arbeit am Monumentalformat begann.


