Interview

Jenny Erpenbeck: „Man kann nicht immer nur sagen, das ist ein DDR-Bürger, der ist diktaturgeschädigt“

Im Ausland wird sie als Star gefeiert, in Deutschland nicht. Warum? Die ostdeutsche Schriftstellerin über die Härten der Wendezeit, politische Korrektheit und Russland. 

Jenny Erpenbeck, Favoritin für den Booker-Preis für ihren Roman „Kairos“, Kandidatin für den Nobelpreis
Jenny Erpenbeck, Favoritin für den Booker-Preis für ihren Roman „Kairos“, Kandidatin für den NobelpreisMaria Sturm für Berliner Zeitung Wochenende

An einer Wand in Jenny Erpenbecks Wohnung in Berlin-Mitte hängen lauter Dinge, die mit dem Untergang der DDR verschwunden sind: eine Packung Haarnadeln, eine Schachtel Karo-Zigaretten, Dreiecksmilchtüten, wie es sie in der Schule gab, Emser Salz aus dem VEB Berlin-Chemie, die Anmeldung ihrer Mutter für einen orangefarbenen Trabant.

Berliner Zeitung

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