Hartmut Rosa gehört zu den einflussreichsten deutschen Soziologen der Gegenwart. Mit seinem neuen Buch „Situation und Konstellation“ legt er eine Diagnose vor, die viele aus dem Alltag kennen dürften: das Gefühl, dass uns der Spielraum abhandenkommt. Zwischen Thermomix und Videoschiedsrichter, Formular und Algorithmus beschreibt Rosa eine leise, aber folgenreiche Verschiebung: weg vom situativen Handeln mit Urteilskraft und Augenmaß, hin zum regelgeleiteten Vollziehen nach Parametern.
Im Interview mit der Berliner Zeitung erklärt er, warum diese Entwicklung nicht nur unsere Arbeit, sondern auch unsere Demokratie verändert, wie sie mit Entfremdung und Burnout zusammenhängt, und warum es heute subversiven Mut braucht, um menschlichen Spielraum zurückzugewinnen.

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