Russland stellt ab 1. Mai die Öllieferungen aus Kasachstan über die Druschba-Pipeline zur PCK-Raffinerie in Schwedt ein. Das bestätigten am Mittwoch sowohl der kasachische Energieminister Erlan Akkenzhenov als auch die Betreibergesellschaft Rosneft Deutschland. Da die Raffinerie Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Westpolen mit Sprit versorgt, warnen Experten nun vor drastischen Folgen.
Laut dem deutschen Tankstellenverband drohen noch höhere Spritpreise und mittelfristig Versorgungsengpässe, falls Mineralölgesellschaften und Politik kein erfolgreiches Verteil- und Krisenmanagement sicherstellen können. „Die Preise würden unmittelbar steigen, vermutlich schon ab Donnerstag“, warnt ein Sprecher des Verbands gegenüber der Berliner Zeitung. Durch einen Lieferstopp würden etwa 20 Prozent der bis zu zwölf Millionen Tonnen Öl wegfallen, die jedes Jahr in der PCK-Raffinerie in Schwedt verarbeitet werden. Rund 90 Prozent der Autos in der Region Berlin-Brandenburg laufen mit diesem Öl.

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