Probleme bei Großprojekten

Nach US-Sanktionen: Putin muss Russlands LNG-Offensive um Jahre verschieben

Sanktionen der USA verzögern Russlands LNG-Ausbau um Jahre. Präsident Wladimir Putin dürfte damit sein Ziel von 100 Millionen Tonnen jährlich deutlich verfehlen.

Wladimir Putins Ziel, Russlands LNG-Exporte bis 2030 zu verdreifachen, gerät durch die Sanktionen der USA in weite Ferne.
Wladimir Putins Ziel, Russlands LNG-Exporte bis 2030 zu verdreifachen, gerät durch die Sanktionen der USA in weite Ferne.Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/AP

Russlands Pläne zum massiven Ausbau der Flüssiggasproduktion geraten ins Stocken. Das Ziel, die jährliche LNG-Erzeugung auf 100 Millionen Tonnen zu steigern, sei unter den derzeitigen Sanktionsbedingungen nicht zu halten, sagte Vizepremier Alexander Novak dem Sender Rossija-24. Der Zeitplan werde sich um mehrere Jahre verschieben.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte ursprünglich angestrebt, die LNG-Produktion des Landes bis 2030 zu verdreifachen und damit einen Anteil von rund 20 Prozent am Weltmarkt zu erreichen. Aufgrund westlicher Sanktionen gegen den Energiesektor werde es jedoch eine „Verzögerung von einigen Jahren bei der Erreichung dieses Ziels geben“, räumte Novak ein. Einen neuen Zeitplan nannte er nicht.

Berliner Zeitung

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