Die deutsche Gaswirtschaft bremst die Forderungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), mehr neue und vor allem langfristige Lieferverträge abzuschließen. Die ab Januar 2027 verschärfte EU-Methanverordnung könne den Kreis möglicher Lieferländer für Europa „deutlich einschränken“, warnt ein Sprecher des Gasimporteurs Sefe auf Anfrage der Berliner Zeitung.
Das langfristig ausgerichtete Beschaffungsportfolio von Sefe sei zwar nicht direkt betroffen, so der Sprecher weiter. „Dennoch schränken die Vorgaben die Möglichkeit ein, sämtliche Flexibilitäten zur Sicherung der Versorgung bei Bedarf zu nutzen.“ Laut der Verordnung müssen die Gasimporteure ab 2027 nachweisen, dass in den Herkunftsländern die gleichen Standards eingehalten werden wie in der EU. Für Lieferungen beispielsweise aus den USA müssten diese Nachweise „mit erheblichem Vorlauf gemeinsam mit den Lieferanten vorbereitet werden“, erklärt der Sefe-Sprecher.

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