Die Globalisierung ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Die Energiekrise, die durch den Iran-Krieg ausgelöst wurde, ist dabei nur der jüngste Höhepunkt einer Reihe von Brüchen im Welthandel. Egal ob Gas aus Russland, Öl aus Venezuela oder LNG aus Katar: Die Zunahme an geopolitischen Spannungen, oft verbunden mit der Drosselung oder Kappung globaler Energietransporte, zeigt: Die Lebensadern des Welthandels liefern nicht mehr verlässlich. Und in der Folge sehen wir Züge einer Deglobalisierung. Staatliche Reserven werden plötzlich wieder wichtig.
Nach dem Ausbruch des Kriegs im Iran reagierten die Märkte sofort. Öl verteuerte sich binnen Stunden, Händler warnten vor neuen Engpässen. Es sind solche Momente, die zeigen, wie verletzlich die globalisierte Wirtschaft geworden ist. Energie und Rohstoffe sind längst wieder geopolitische Machtinstrumente geworden – und die Frage, wie gut Staaten auf solche Versorgungsunterbrechungen vorbereitet sind, wird immer entscheidender.

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