Landwirtschaft

Brasiliens Landwirte kontern in Berlin: „Wir konkurrieren nicht mit deutschen Bauern“

Im Gespräch in Berlin sagen Brasiliens Kleinbauern: Nicht das Mercosur-Abkommen, sondern Preisdruck und die große Agrarlobby bedrohen ihre wie deutsche Höfe.

Kleinbetriebe in Brasilien arbeiten unter klimatischen Unsicherheiten – fernab des Bildes von industrieller Großproduktion.
Kleinbetriebe in Brasilien arbeiten unter klimatischen Unsicherheiten – fernab des Bildes von industrieller Großproduktion.Alf Ribeiro/imago

In der deutschen Debatte über das Mercosur-Abkommen stehen sich zwei Agrarwelten gegenüber: hier bedrohte deutsche Familienbetriebe, dort expandierende südamerikanische Produzenten.

„Wir konkurrieren nicht mit deutschen Bauern“, sagt Lucineide Cordeiro im Gespräch mit der Berliner Zeitung. In der deutschen Kritik am Mercosur-Abkommen geht es häufig um Rindfleischimporte, Soja und mögliche Wettbewerbsverzerrungen. Selten kommen brasilianische Kleinbauern selbst zu Wort. Gemeinsam mit José Rodrigues de Araújo ist Cordeiro vor kurzem nach Berlin gekommen, um diesem Bild zu widersprechen.

Berliner Zeitung

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