Die für Januar 2026 geplante Erhöhung des Mindestlohns auf 13,90 Euro bereitet auch vielen Unternehmen in Berlin große Probleme. „Wir sind am Limit“, sagt Jörg Oppen, Inhaber der ältesten Fleischerei Berlins, auf Anfrage der Berliner Zeitung. „Wir müssen schauen, dass wir das jetzt irgendwie anders gewuppt kriegen, indem wir zum Beispiel erneut die Preise erhöhen und dann auf das Verständnis der Kunden hoffen.“
Kürzungen beim Personal kommen für den Fleischermeister allerdings nicht infrage. „Wenn ich die paar Leute, die ich noch habe, jetzt auch noch verheize, dann stehe ich hier alleine und kann den Laden nächstes Jahr dichtmachen“, so Oppen. Eine aktuelle Umfrage des Ifo-Instituts verdeutlicht, wie stark die geplante Mindestlohnerhöhung zahlreiche deutsche Unternehmen belastet. Mehr als jeder fünfte betroffene Betrieb will demnach mit Stellenabbau reagieren. Zudem rechnet mehr als ein Viertel mit weniger Investitionen, die Hälfte will die Preise erhöhen.

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