Energiewende

85 neue Kohlekraftwerke – und weniger CO₂? China stellt Klimadebatte auf den Kopf

China baut 2026 massiv neue Kohlekraftwerke – und senkt dennoch seine CO₂-Emissionen. Wie passt das zusammen, und was bedeutet das für Deutschland?

Kohlekraftwerke prägen weiterhin Chinas Energiesystem: 2026 sollen insgesamt 85 neue Anlagen ans Netz gehen.
Kohlekraftwerke prägen weiterhin Chinas Energiesystem: 2026 sollen insgesamt 85 neue Anlagen ans Netz gehen.Zuo Xiaoming/EPA

China investiert auch 2026 massiv in neue Kohlekraftwerke. Von den 104 neuen Anlagen, die in diesem Jahr weltweit ans Netz gehen sollen, entfallen 85 auf die Volksrepublik. Das geht aus einer Analyse von Global Energy Monitor (GEM) hervor, über die die britische Financial Times berichtet. 55 von weltweit 63 Gigawatt neuer Kohlekraftkapazität vereint China auf sich.

Der Befund wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Denn parallel treibt die Volksrepublik den Ausbau erneuerbarer Energien in bislang beispiellosem Tempo voran. Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres installierte das Land nach Angaben von GEM 240 Gigawatt Solar- und 61 Gigawatt Windkraftleistung. Trotzdem setzt Peking weiter auf neue Kohlekraftwerke – und spart dabei offenbar auch noch CO₂ ein. Wie ist das möglich – und was kann Deutschland davon lernen?

Berliner Zeitung

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