China investiert auch 2026 massiv in neue Kohlekraftwerke. Von den 104 neuen Anlagen, die in diesem Jahr weltweit ans Netz gehen sollen, entfallen 85 auf die Volksrepublik. Das geht aus einer Analyse von Global Energy Monitor (GEM) hervor, über die die britische Financial Times berichtet. 55 von weltweit 63 Gigawatt neuer Kohlekraftkapazität vereint China auf sich.
Der Befund wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich. Denn parallel treibt die Volksrepublik den Ausbau erneuerbarer Energien in bislang beispiellosem Tempo voran. Allein in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres installierte das Land nach Angaben von GEM 240 Gigawatt Solar- und 61 Gigawatt Windkraftleistung. Trotzdem setzt Peking weiter auf neue Kohlekraftwerke – und spart dabei offenbar auch noch CO₂ ein. Wie ist das möglich – und was kann Deutschland davon lernen?

Mit einem Abo weiterlesen
- Zugriff auf alle B+ Inhalte
- Statt 9,99 € für 2,00 € je Monat lesen
- Jederzeit kündbar
Sie haben bereits ein B-Plus? Melden Sie sich an
Doch lieber Print? Hier geht's zum Abo Shop
