Bundesfinanzen

Schwache Industrie, Steuereinnahme bricht ein: Experte warnt Merz vor Haushalts-Kollaps

Die Körperschaftsteuer bricht um 79 Prozent ein. Schwache Industrie und geringere Nachzahlungen belasten die Einnahmen des Bundes. Droht neuer Haushaltsstress?

Haushalt unter Druck: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) muss im Januar sinkende Einnahmen aus der Körperschaftsteuer verkraften.
Haushalt unter Druck: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) muss im Januar sinkende Einnahmen aus der Körperschaftsteuer verkraften.Boris Roessler

Mitten in Zeiten einer steigenden Staatsverschuldung steht der Bundesregierung weniger Geld aus einzelnen Steuern zur Verfügung. Laut dem neuen Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums (BMF) sind die Einnahmen des Bundes aus der Körperschaftsteuer – der Steuer auf das Einkommen von juristischen Personen wie Kapitalgesellschaften – im Januar 2026 im Vergleich zum Vorjahr um ganze 79 Prozent auf 181 Millionen Euro zurückgegangen.

Grund für die geringeren Körperschaftsteuereinnahmen ist laut BMF, dass die Nachzahlungen gegenüber Januar 2025 deutlich rückläufig waren, wohingegen sich die Erstattungen etwas erhöhten. Zudem spiele „auch die schwache konjunkturelle Entwicklung insbesondere in der Industrie weiterhin eine Rolle“. Heißt im Klartext: Die Unternehmen erzielen angesichts der deutschen Wirtschaftskrise weniger Gewinne – entsprechend hat der Bund an dieser Stelle weniger Steuereinnahmen. Droht der Bundesregierung unter Friedrich Merz (CDU) jetzt eine neue Haushaltskrise? Die Berliner Zeitung hat bei Experten nachgefragt.

Berliner Zeitung

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