Die Lausitz galt lange als Sorgenkind der Energiewende: Milliarden wurden versprochen, Großprojekte präsentiert – doch wie der Umbau von der Braunkohle- zur Zukunftsregion konkret finanziert werden soll, blieb vielen unklar. Nun ist eine zentrale Hürde gefallen: Die EU-Kommission hat die Milliardenentschädigung des Bundes für den ostdeutschen Kohleausstieg beihilferechtlich genehmigt.
Der Energiekonzern Leag, der in der Lausitz unter anderem Europas größte Batterie errichten will, darf jetzt bis zu 1,75 Milliarden Euro vom Bund erhalten. Damit sollen der Ausstieg aus der Braunkohle und die Renaturierung finanziert werden können. Doch die Kritik ist laut. Der Wissenschaftler Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hält dieses Maß an Subventionen für übertrieben: „Es ist fragwürdig, dass die Kohleunternehmen in großem Stil subventioniert werden“, sagt er auf Anfrage der Berliner Zeitung. Wird hier ein Konzern bevorzugt, während andere zentrale Herausforderungen der Region unterfinanziert bleiben?

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