Wenn sich Deutschlands Musikszene auf dem roten Teppich versammelt, schwingt immer noch der Geist eines Preises mit, den es nicht mehr gibt. Zum dritten Mal wurde am Mittwochabend von der Akademie für Populäre Musik (AfPM) der Polyton verliehen – jene Auszeichnung, die einst angetreten eist, alles besser zu machen als der in Schande begrabene Echo. Keine Verkaufszahlen, keine Industrielogik, stattdessen: Künstlerinnen und Künstler, die über Künstlerinnen und Künstler urteilen. Demokratie im Pop, sozusagen.