Kay Bernstein liegt seit Dienstag im Krankenhaus. In der Griffschlaufe über seinem Bett baumelt Plüsch-Maskottchen Herthinho. Auf dem Tisch für Mitbringsel liegen mehrere Packungen Knusperflocken, die mag der Präsident von Hertha BSC gern. Er hat vor der Mitgliederversammlung ein Interview zugesagt. Und was er zugesagt hat, das möchte Kay Bernstein halten – auch wenn Medikamente die Schmerzen nach seinem Unfall auf der Geschäftsstelle von Hertha BSC nicht wegzaubern. Bernstein hat drei gebrochene Wirbelquerfortsätze, trägt aber kein Korsett. Das Atmen tut ihm weh, wenn er viele Sätze hintereinander spricht. Dann macht er kurz Pause und sagt: „Nein, nein, wir machen weiter mit dem Interview. Zugesagt ist zugesagt.“

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