2. Bundesliga

Nach verpasstem Aufstieg: Hertha-Trainer Leitl zieht Konsequenzen

Nach der 2:5-Pleite in Paderborn ist klar, dass Hertha BSC auch nächste Saison in der 2. Liga spielt. Stefan Leitl reagiert vor dem Heimspiel gegen Nürnberg.

Stefan Leitl kann mit Hertha BSC eine weitere Saison in der 2. Bundesliga planen.
Stefan Leitl kann mit Hertha BSC eine weitere Saison in der 2. Bundesliga planen.IMAGO/Ulrich Hufnagel

Die Wunden sind langsam geleckt, der Blick wird im Lager bei Fußball-Zweitligist Hertha BSC Stück für Stück wieder nach vorne gerichtet. Irgendwie muss es ja weitergehen. Nach der deprimierenden 2:5-Pleite am vergangenen Wochenende in Paderborn sind die Aufstiegshoffnungen im Westen der Hauptstadt zwar dahin, elf Spieltage stehen aber noch an.

Trainer Stefan Leitl kündigte am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 13.30 Uhr) personelle Änderungen an. Der 48-Jährige erklärte, man werde die Situation genau analysieren und voraussichtlich die Startelf umbauen. Ziel sei es, frische Impulse zu setzen und auch Spielern mit bislang weniger Einsatzzeit die Möglichkeit zu geben, sich zu beweisen.

Leitl nannte ganz konkret Josip Brekalo, der im Winter-Transferfenster zum Team gestoßen war und in Paderborn sein erstes Tor für die Hertha erzielt hatte. Der ehemalige Wolfsburger solle schrittweise mehr Spielpraxis erhalten. Jeremy Dudziak habe sich mit seinen Einwechslungen empfohlen und könne auf eine Startelf-Chance hoffen. Bei Niklas Kolbe müsse nach dessen langer Verletzung genau abgewogen werden. Unabhängig von einzelnen Personalien sei jedoch klar, dass im Vergleich zur Vorwoche eine deutliche Leistungssteigerung notwendig sei.

Ausführliche Aufarbeitung mit Weber und Görlich

„Die Forderung ist eindeutig“, nahm Leitl seine Spieler in die Pflicht. „In allen Mannschaftsteilen müssen wir besser Fußballspielen. Es war ein Ausrutscher. Ich habe meine Mannschaft in diesem einen Jahr noch nie so gesehen wie in Paderborn.“ Ausgerechnet in der Partie, die als letzte Chance galt, noch einmal in das Aufstiegsrennen eingreifen zu können, versagten seine Profis fast kollektiv. Mit Sportdirektor Benjamin Weber und Geschäftsführer Peter Görlich gab es danach ein ausführliches Gespräch.

Für den Hauptstadtklub geht es nun darum, Stabilität zu bewahren und die Saison ordentlich zu Ende zu bringen. Mit Nürnberg reist ein direkter Tabellennachbar an, der mit einem Sieg bis auf einen Punkt heranrücken könnte. Trotz der schwierigen Ausgangslage betonte Leitl: „Mit dem Rucksack, den wir aufhaben, ist das sicherlich eine Herausforderung. Muss nicht schön sein, aber drei Punkte wären schon gut für uns alle.“